facebook   


Dennis Krüger steigerte
sich um zwei Sekunden
(Foto: Pohle)

News

ISTAF – Start am 3.September geplatzt

Es war wieder einer diesen bitteren Momente, den Hochleistungssportler leider zu oft erleben. Dennis Krüger hatte beim Training in den letzten Wochen leichte Achillessehnenbeschwerden, die aber schon abgeklungen waren. Ausgerechnet beim Abschlusstraining zum ISTAF kamen die Beschwerden wieder. Eine sofortige sportärztliche Untersuchung ergab, dass ein Start beim ISTAF zu risikoreich wäre. Schweren Herzens entschlossen sich Dennis Krüger und sein Trainer Hansi Stephan den Start auf ärztlichen Rat hin abzusagen – die Gesundheit des Athleten hat hier Vorrang. Dabei hätte es so schön werden können, die Form stimmte und Dennis wäre noch einmal mit seinem Freund und Konkurrenten Sören Ludolph gemeinsam bei einer großen Veranstaltung gestartet! So schaute er sich seinen Lauf von außen an und bewahrte seinen Humor. Und er ließ sich noch schnell auf ein Foto mit Olympiasieger David Rudisha (Kenia) ein, der den 800 m – Lauf beim ISTAF überlegen gewann.






Dennis Krüger läuft Saisonbestzeit – für die Erfüllung der Olympianorm fehlen 0,83 Sekunden

Er hat alles gegeben und alles dafür getan. Trotzdem hat es am Ende nicht ganz gereicht. Beim 19.Guldensporenmeeting in Kortrijk (Belgien) am 09.07.2016 belegte Dennis mit sehr guten 1:46,83 min in seinem Lauf hinter Jeffrey Riseley (Australien) den zweiten Platz. Der Australier lief 1:46,67 min. Da der DLV in den nächsten Tagen die Nominierung für das Olympiateam abschließt, gibt es wohl keine Chance mehr. Die Olympianorm betrug 1:46:00 min.

Dennis bestätigte nach einer Verletzung seinen Aufwärtstrend. Sein Saisoneinstieg verzögerte sich fast um zwei Monate. Innerhalb von 3 Wochen hat er nun einen sehr starken Saisonauftakt hingelegt. Er will jetzt alles tun, um seine gewachsene Leistungsstärke zu beweisen. Vielleicht werden wir ihn dann am 3.9.2016 im Berliner Olympiastadion beim ISTAF – sehen. Für die nächsten Wochen wünschen wir Dennis alles Gute bei seinen Starts!


Letzter Aufruf für Rio beim Guldensporenmeeting

Während seine Nationalmannschaftskollegen Benedikt Huber und Sören Ludolph sich bei den Europameisterschaften in Amsterdam auf das 800 m – Halbfinale vorbereiten, packt Dennis Krüger seine Sachen, um nach Antwerpen zu einem internationalen Meeting zu fliegen. Dort will er in einem 800 m – Lauf die letzte Chance nutzen, die Olympianorm von 1:46,00 min zu erfüllen. Dass er es drauf hat, bewies er bereits vor 14 Tagen im Mommsenstadion, wo er am Ende allein noch eine sehr gute Zeit erzielte. Bleibt zu hoffen, dass jetzt alles passt. Erfüllt er die Norm, wird er wohl der einzige deutsche 800 m – Läufer in Rio sein, denn seine beiden Kollegen haben bei den Europameisterschaften kaum die Möglichkeit, eine gute Zeit zu erzielen. Die Erfüllung der Olympianorm fehlt ihnen noch.
Dennis Krüger verpasst erneut die Olympianorm
Wenige Tage nach dem Rennen im Mommsenstadion nahm Dennis Krüger am 28.6.2016 den nächsten Anlauf zur Erfüllung der Olympianorm bei einem internationalen Meeting in Sollentuna (Schweden) Leider gelang die Normerfüllung nicht. Den 1.Platz belegte Giordano Benedetti (Italien) mit einer Zeit von 1:46,66 min. Dennis kam mit 1:47,28 min auf Platz 5. Nach dem Lauf erklärte Dennis, dass er fühlt, dass die Norm noch erreichbar ist. Viel Zeit bleibt nun nicht mehr.


Dennis Krüger verpasst Olympianorm in Hitzrennen

Bei der 23. Mittsommernacht des SCC Berlins am 24.6.2016 machte Dennis Krüger einen weiteren Schritt Richtung Rio de Janeiro. Mit dem dritten Rennen innerhalb von acht Tagen konnte er seine Saisonbestleistung vom vorigen Wochenende pulverisieren und setzte sich mit einer Zeit von 1:46,96 min auf Platz fünf der aktuellen Bestenliste des DLVs. Zur Norm für sein großes Ziel (1:46,00 min) fehlt jetzt weniger als eine Sekunde!

Ein riesen Dank geht auch an Micha Heidenreich! Er sorgte auf der ersten Runde mit einer tiefen 51-er-Zeit für einen schnellen Start und legte somit für Dennis den Grundstein. Das weitere Renngeschehen musste der Athlet von Hans-Jürgen Stephan allerdings alleine gestalten, da diesem hohen Anfangstempo kein Athlet folgen konnte. Für diese Umstände ist die Zeit noch höher einzuschätzen. Die letzten 200 Meter stimmten zudem den Trainer zuversichtlich, sodass in naher Zukunft mit einer noch schnelleren Zeit zu rechnen ist. Dazu ist anzumerken, dass an dem heißesten Tag des Jahres „normale“ Menschen die Wohnung nicht verlassen oder sich einen Schattenplatz im Grünen suchen.





Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Kassel
Dennis Krüger startet in die Saison und verpasst knapp eine Medaille


Verletzungsbedingt waren ausgerechnet die Deutschen Leichtathletik – Meisterschaften am 18./19.Juni in Kassel der erste Start und zugleich auch der erste Höhepunkt der Saison für den zweifachen Deutschen Meister im 800 m – Lauf. Trainer Hansi Stephan wollte kein Risiko für seinen Athleten eingehen und schob den Saisoneinstieg mehrfach hinaus. Aber eines war klar – wenn Dennis an den Start geht, dann will er seinen Titel verteidigen.

Bereits am ersten Meisterschaftstag bewies Dennis im 2.Vorlauf, dass trotz der langen Wettkampfpause mit ihm zu rechnen ist. Auf der Zielgeraden zündete er den Turbo und die Konkurrenz folgte mit deutlichem Abstand. Seine Zeit von 1:49,04 min wurde in den beiden Vorläufen von keinem anderen Läufer unterboten.

Das war eine gute Ausgangssituation für den Endlauf. Da machte Dennis alles richtig und kam in guter Position auf die Zielgerade. Am Ende fehlte aber die Kraft, um den drei vor ihm liegenden Läufern noch einmal Paroli zu bieten. Benedikt Huber (LG Telis Regensburg) gewann den Lauf nach 1:47,17 min. Etwas überraschend blieb Sören Ludolph (LG Braunschweig) nur der zweite Platz mit einer Zeit von 1:47,80 m. Platz drei ging an Marc Reuther (Wiesbadener LV). mit 1:47,82 min. Für Dennis war die Zeit von 1:47,92 min erst einmal ein guter Saisoneinstieg.

Trainer Hansi Stephan zeigte sich nach dem Lauf zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich hatte er nach dem überzeugenden Auftritt seines Athleten im Vorlauf schon auf eine Medaille gehofft. Aber das Gesamtergebnis und die Art und Weise, wie Dennis diese Aufgabe gemeistert hat, macht Hoffnung auf mehr. Dieser 4.Platz wiegt nach der Verletzungspause so schwer wie ein Titel und wird Dennis die notwendige Motivation für die weitere Saison geben.

Nach dem Stand der Dinge wird Dennis am 24. Juni bei der 23. Midsommar – Nacht des SCC Berlin im Mommsenstadion z useinem nächsten 800 m – Lauf antreten.


Dennis Krüger verletzt – Saisonstart verschoben

Was sich schon in der Woche vor dem 9. Berliner Läufermeeting angedeutet hatte, wurde nun traurige Tatsache. Die scheinbar leichte Muskelverletzung von Dennis Krüger erwies sich als schwerwiegender als zu erwarten war. Nach einer ärztlichen Untersuchung am 4.Mai wurde ein Faszienriss festgestellt. Für Dennis Krüger ist das nach zwei nahezu verletzungsfreien Jahren eine ungewohnte Situation. Er wird aber alles tun, um seinen Traum vom Olympiastart in Rio de Janeiro zu verwirklichen. Trainer Hansi Stephan geht davon aus, dass spätestens in sechs Wochen an einen ernsthaften Wettkampf zu denken sei. Jetzt müssen Athlet und Trainer viel Geduld aufbringen – die Gesundheit steht im Vordergrund. Dennis hat im Winterhalbjahr bis vor kurzem seine Trainingsziele umgesetzt – da sollte trotz der Zwangspause die Erfüllung der Olympianorm von 1:46,00 min möglich sein.


Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in der Halle in Leipzig
Dennis Krüger belegt im Finale einen 6. Platz


In einem spannenden 800 m – Finale konnte sich Dennis Krüger gegen gleichwertige Konkurrenten bei dieser Meisterschaft nicht durchsetzen. In der ausverkauften Leipzig – Arena kam er nach 1:52,18 min in das Ziel. Überraschend gewann ein Außenseiter. Jan Riedel (Dresdener SC 1898) brillierte taktisch und siegte mit einer Zeit von 1:49:86 min. Zwei Runden lang lag Dennis noch in aussichtsreicher Position. Als dann plötzlich das Tempo verschärft wurde, konnte er die Lücke nicht mehr schließen. Auf der Zielgeraden sicherte er dann im Spurt Platz sechs. Trainer Hansi Stephan hatte insgeheim auf eine Medaille gehofft. Aber nach der insgesamt eher durchwachsenen Hallensaison von Dennis stellte er fest, dass auch solche Niederlagen im Rahmen der Saisonvorbereitung wichtig sein können. Jetzt schauen Trainer und Athlet nach vor. Da die Trainingsleistungen stimmen, können beide die Freiluftsaison ohne Einschränkungen planen.



Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in der Halle in Leipzig
Dennis Krüger für das Finale qualifizert


Dennis Krüger hat die erste Hürde genommen. Mit neuer persönlicher Hallenbestzeit im 800 m – Lauf erreichte er mit der sechst – besten Zeit den Endlauf in der Leipzig – Arena. Morgen am 27.2. geht es dann im Finale um einen runden Abschluss der ersten Hallensaison, die Dennis seit 5 Jahren wieder bestreitet. Im zweiten Vorlauf ging seine Taktik weitestgehend auf. Dennis führte die erste Runde, verabredungsgemäß löste Jan Riedel (Dresdner SC 1898) Dennis ab. Kurz vor dem Ziel überspurtete noch Andreas Lange (LG Braunschweig) Dennis. Der lief dann mit 1:51,22 min als Dritter sicher in den Endlauf. Von den Favoriten hinterließ Sören Ludolph (LG Braunschweig) im ersten Vorlauf den besten Eindruck. Für Trainer Hansi Stephan war der Einzug in das Finale das Minimalziel. Im Finale ist alles offen, kein Läufer ist in der absoluten Favoritenrolle – es wird eng zugehen und alles läuft auf ein Spurtrennen hinaus.
Abends wird Dennis wieder in Ruhe seine Nudeln beim Italiener essen und sich dann voll auf das Finale konzentrieren. Die mitgereisten Berliner Leichtathletik – Fans werden ihn morgen sicher besonders anfeuern. Auf jeden Fall wird es spannend!


Die Saison 2016 hat begonnen – mit einem Trainingspartner und bessere Chancen für Olympia

Seinen ersten Start 2016 hat Dennis Krüger souverän absolviert. Bei den Berlin – Brandenburgischen Hallenmeisterschaften lief er am 24.1.2016 seit 5 Jahren erstmals wieder in einem Rennen über 800 m in der Halle. Begleitet wurde er von seinem neuen Trainingspartner Miroslav Kaplan.

dennis krüger trainiert

Dennis kämpft in jedem Training um die beste Leistung – nur so kommt man nach Olympia.

Bei den BBM wollte Miroslav für Dennis das Tempo auf den ersten beiden Runden hoch halten. Das ging in der ersten Runde mit 26 sek sehr gut, die nächste Runde war mit 29 sek zu langsam. Danach ging Dennis in Führung und steigerte das Tempo, da hatte Marvin Heinrich (Neuköllner Sportfreunde) keine Chance mehr. Mit einer Zeit von 1:51,59 min kann Dennis erst einmal gut leben, bis zu den Deutschen Hallenmeisterschaften sind es ja noch fast vier Wochen.
Im Herbst hatte Dennis beklagt, dass er keinen Trainingspartner hat. Sein Wunsch wurde ihm wenig später erfüllt, als er in der Laufhalle einen ihm unbekannten Mittelstreckläufer auf einem hohen Niveau trainieren sah. Dennis sprach ihn an, und siehe da, es war auch ein 800 m – Läufer. Miroslav Kaplan lebt schon seit einigen Jahren in Berlin. Als Jugendlicher und Junior holte er sich von 2003 bis 2005 mehrere Meistertitel über 800 m in der Tschechischen Republik, war dann 2009 sogar Hallenmeister über 800 m bei den Männern. In jenem Jahr lief er seine Bestzeit über 400 m (48,57 sek). Seine Bestzeit über 800 m (1:48,50 min) erzielte er bereits 2007. Auf Grund einer Verletzung musste er seine Karriere schon mit 23 Jahren beenden.

Dennis mit seinem Trainingspartner Miroslav Kaplan

Dennis mit seinem Trainingspartner Miroslav Kaplan

Miroslav glaubt an sich und hält eine Steigerung seiner persönlichen Bestzeit für möglich. Sein Traum ist es, die Tschechische Republik noch einmal bei einer internationalen Meisterschaft zu vertreten. Dafür hat er seit einem Jahr sein Berufsleben dem Sport untergeordnet. Dass sich Dennis und Miroslav auf diese Art und Weise gefunden haben, war ein schöner Zufall. Auch Trainer Hansi Stephan freut sich über die Erweiterung seiner Trainingsgruppe. Es ist für ihn als Trainer auch eine Herausforderung, einen so stark motivierten Läufer noch einmal zu neuen Zielen zu führen.
„Amtsprache“ in der Trainingsgruppe ist Englisch. Auch eine neue Herausforderung. Die ersten Trainingswochen waren für Miroslav sehr hart. Der Trainingsplan orientiert sich an den hohen Zielen. Trainer Hansi Stephan weiß aber auch genau, wann die Belastung zurückgenommen werden muss. Der Wiederanfang ist schwer, aber die Trainingszeiten lassen sich schon sehen. Wer die beiden in der Laufhalle im Sportforum trainieren beobachtet, sieht ein Stück harte und konzentrierte Arbeit, die beide an die Leistungsgrenzen führt.

Dennis konnte sich in dieser Woche über eine gute Nachricht freuen. Der DOSB hat auf Intervention des DLV eingelenkt und u.a auch die 800 m - Norm für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen von 1:45,40 min auf 1:46,00 min hochgesetzt. Das erleichtert die Qualifikation außerordentlich.


Nachfolgende Pressemitteilung des 1.VfL FORTUNA Marzahn vom 06.12.2015 wurde auszugsweise auf der Internetseite des Berliner Leichtathletikverbandes und der Netzwerkzeitschrift Sport und Wirtschaft NSW 24 veröffentlicht:

Dennis Krüger erfolgreich in die Olympiavorbereitung gestartet – weitere Unterstützung erforderlich

Das Ergebnis der Bürgerbefragung in Hamburg war ernüchternd – eine knappe Mehrheit sprach sich gegen die Bewerbung ihrer Stadt für die Durchführung Olympischer Spiele aus. Verwundern tut es nicht, denn viele olympische Sportarten verschwinden immer mehr aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Das trifft für die Leichtathletik in zunehmenden Maße zu – allein der Blick auf die Sportprogramme der TV – Sender zeigt, dass der Anteil an der Sendezeit dieser olympischen Kernsportart immer weiter zurückgeht.

Wenn dann bei internationalen Meisterschaften deutsche Athleten immer weniger auf den Spitzenplätzen zu finden sind, werden vom breiten Publikum wieder Ursachen vermutet, die mit der Realität wenig zu tun haben.

Das trifft auch auf den zweifachen Deutschen Meister im 800 m – Lauf Dennis Krüger zu. Er ist trotz sportlicher Erfolge seinem Heimatverein 1.VfL FORTUNA Marzahn treu geblieben und schlug bessere finanzielle Angebote anderer Vereine aus.

Sportler wie Dennis Krüger leben ihre Sportart und haben alles dem Ziel der Teilnahme bei olympischen Spielen zurückgestellt. Sie sind stolz darauf, ihr Land zu vertreten und setzen darauf, dass diese Sichtweise auch mehrheitlich in der Gesellschaft Zustimmung findet. Die öffentlich geführten Diskussionen zum Leistungssport zeichnen aber ein anderes Bild. Viele Menschen zeigen Desinteresse am Leistungssport oder lehnen ihn kategorisch ab. Wahrscheinlich übersteigt es ihr Vorstellungsvermögen, was Hochleistungssportler jeden Tag in ihre Leistung investieren müssen. Zwei- bis dreimaliges Training am Tag und Verzicht auf viele Dinge des Lebens sowie Nachteile in der beruflichen Entwicklung sind für junge Menschen nicht sonderlich attraktiv.

Trotz aller sportlichen Erfolge in der Leichtathletik ist es dem 1.VfL FORTUNA Marzahn bisher nicht gelungen, eine nennenswerte finanzielle Unterstützung für die Spitzenathleten einzuwerben. Dabei geht es nicht darum, ihr Bankkonto aufzufüllen. Kaderathleten wie Dennis Krüger erhalten eine Grundversorgung – in diesem Fall über die Bundeswehr, über den Berliner Leichtathletikverband und über seinen Sportartikelausrüster Adidas. Für die jetzt erforderlichen Trainingslager reicht es aber nicht aus.
Ein Höhentrainingslager in Flagstaff (USA) im November 2015 brachte für Dennis Krüger die erhofften Ergebnisse. Sein Trainer Hans- Jürgen Stephan hat für die nächsten Monate den Fahrplan festgelegt, um frühzeitig die Normerfüllung seines Athleten für die Olympischen Spiele zu sichern. Für das weitere Training steht in diesem Winter wieder die Leichtathletikhalle im Hohenschönhauser Sportforum zur Verfügung. Danach ist ein Trainingslager in südlicheren Regionen geplant, um dem Winter auszuweichen. Ob das aber auch zu finanzieren ist, bleibt z.Z. offen.

Dennis Krüger hat mit seinen sportlichen Leistungen in der Fachöffentlichkeit den Bezirk Marzahn – Hellersdorf bekannt gemacht. Mit seinem Benefizlauf für Flüchtlinge setzte er wichtige Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass und er vertritt damit die Werte, die der Sport verkörpert. Leider hat dies alles keine Früchte getragen. Interesse seitens der Marzahn – Hellersdorfer Wirtschaft an einer Unterstützung oder Zusammenarbeit mit dem Sportler des Jahres 2014 des Bezirkes besteht nicht.

Das wird Dennis Krüger nicht von seinem Weg abbringen und auch sein Verein 1.VfL FORTUNA Marzahn wird alles tun, um ihn zu unterstützen. Denn nach dem Trainingslager in der Höhenluft von Flagstaff (USA) befindet sich Dennis Krüger in hervorragender Verfassung und freut sich schon auf die Hallensaison. Der Titel Deutscher Meister im 800 m – Lauf in der Halle fehlt noch in seiner Sammlung.


Dennis Krügers  Benefizlauf für Flüchtlinge

dennis krüger benefizlauf gruppe

Als Anfang September 2015 in den Medien das Ausmaß des Elends der Flüchtlinge immer deutlicher wurde, schlug Dennis Krüger einen Benefizlauf für Flüchtlinge vor. Die Abteilung Leichtathletik seines Vereins 1.VfL FORTUNA verfügt über Kontakte zum Erstaufnahmelager am Blumberger Damm im Ortsteil Marzahn und hatte inzwischen auch einen Flüchtlingsbeauftragten ernannt. Der Vorstand   beschloss, diese Initiative von Dennis Krüger nach Kräften zu unterstützen. Peter Krätschmar als Flüchtlingsbeauftragter bereitete die Teilnahme  von Vertretern des Erstaufnahmelagers vor.

Am 14. Oktober2015 war es dann soweit. Im Rahmen des Marzahner Läufercups trat Dennis zum 3000 m – Lauf an, wer mitlaufen wollte, spendete das Startgeld von 10 € für die Flüchtlinge. Mehrere Lokalzeitungen berichteten darüber im Vorfeld und in der Berliner Zeitung erschien sogar ein Beitrag über Dennis Krüger und seine Initiative auf der Seite 1!

Die Leiterin des Erstaufnahmelagers Frau Tenge kam mit 11 Kindern und 3 Erwachsenen zum Benefizlauf. Als der Startschuss fiel, machten sich dann etwa 25 Läufer auf dem Weg, die Strecke wurde auf 7 Runden verkürzt. Einige Kinder kommen bereits zum regelmäßigen Leichtathletiktraining in den Verein. Mehrere Flüchtlingskinder starteten bereits im 800 m – Lauf, zwei Erwachsene und einige Kinder auch im Benefizlauf.

dennis krüger läuft

Für Dennis war es ein Herzensanliegen, diesen Menschen in Not zu helfen. Während des Laufes lief er fast mit jedem ein Stück der Strecke. Im Anschluss verteilte er Tee an die Läufer und es kam zu verschiedenen Gesprächen. Viele der syrischen Kinder sprechen schon erstaunlich gut deutsch. Seine Teamkollegen unterstützten ihn dabei vorbildlich. Jugendwartin Yasmin Hahnke organisierte das Catering und sorgte dafür, dass die Gäste aus dem Erstaufnahmelager gut aufgenommen wurden. Trainer Tobias Singer hatte eine Sammlung veranstaltet und übergab hochwertige Sportkleidung im Wert von etwa 1000 €. Aus der Nachbarschaft kam eine Familie und spendete spontan 50 €. Und so kam ein Betrag von 270 € zusammen, die Dennis der Leiterin übergeben wird.

dennis benefizlauf

Diese war sehr zufrieden. In den vergangenen Monaten gab es vor dem Erstaufnahmelager immer wieder Aufmärsche von Rechtsradikalen, die seit zwei Jahren versuchen, die Bevölkerung des Stadtbezirkes Marzahn – Hellersdorf auf ihre rechte Seite zu ziehen. Sie sagte: „Dieses Zeichen von Dennis Krüger als prominenten Sportler ist sehr wichtig für uns. Ich würde mir wünschen, dass jetzt auch noch mehr Vereine etwas für die Integration von Flüchtlingen tun!“.
Dem blieb nichts hinzuzufügen.
Dennis sieht diese Veranstaltung als Anfang, denn die Integrationsaufgabe wird uns noch viele Jahre begleiten. Und er hat schon Ideen, wie es weiter gehen könnte.

dennis benefizlauf


Dennis Krüger beendet erfolgreiche Saison 2015 mit ISTAF – Start

dennis krüger istaf

Der Start beim Berliner ISTAF 2015 im Olympiastadion stand schon zu Saisonbeginn auf dem Programm. Es war klar, nur mit einer guten Saisonleistung hätte Dennis Krüger eine Chance, in das hochklassige Starterfeld aufgenommen zu werden. Seine letzten Ergebnisse hatten auch die Veranstalter überzeugt, und so trat Dennis am 6. September um 17:15 Uhr an die Startlinie zum 800 m - Lauf. Als der Stadionsprecher den 48.500 Zuschauern Dennis Krüger vorstellte, kam freundlicher Beifall auf. Es gab ja auch nicht so viele Berliner Starter beim ISTAF. Das Starterfeld war erlesen, und von der Jahresbestzeit her lag Dennis von den 11 Starten auf Platz 11. Da konnte jeder Platz besser als 11 schon als Erfolg verbucht werden.

dennis krüger istaf

Bram Son (Niederlande) führte die Spitzengruppe als Pacemaker nach 49,52 sek in die zweite Runde. Dennis hielt sich zurück und lag am Ende einer zweiten Gruppe. Während Nijel Amos (Botswana) einer Weltklassezeit entgegenstürmte, griff Dennis nach 600 m an. Er konnte Pierre – Ambroise Bosse (Frankreich) überholen – einen Weltklasseläufer, der noch wenige Tage zuvor in Peking im 800 m WM – Finale stand und dort einen fünften Platz belegte. Auch die beiden Kenianer Job Koech Kinyor und Jackson Mumbwa Kivuva waren dem Schlussspurt von Dennis nicht gewachsen. Nach 1:47,38 min überquerte Dennis die Ziellinie. Es war wohl der Abstand zum Kenianer Timothy Kitum, der vor ihm eine Zeit von 1:46,06 min lief, der den Unterschied zur Weltspitze derzeit ausmacht. Ganz vorn erreichte Nijel Amos mit 1:43,28 min wieder eine Weltklassezeit und revanchierte sich für sein vorzeitiges Ausscheiden bei der WM. Die äußeren Bedingungen waren zwar nicht schlecht, aber auf der Gegengeraden wehte doch schon stärkerer Wind. Deshalb ist das Gesamtergebnis als sehr gut zu bewerten – Dennis hat wieder einmal gezeigt, dass er auch den Druck aushält, wenn es im Duell mit Athleten der Weltspitze geht.

dennis krüger istaf

Leider gab es bei den Starts vor und nach dem ISTAF keine Chance, die Jahresbestzeit noch einmal zu verbessern. Nach dem Start beim ISTAF war bei Dennis die Spannung weg. Er trat aber trotzdem noch einmal am 8.September beim internationalen Meeting in Rovetero an und wurde dort Neunter in 1:48,76 min. Bereits am 23.August scheiterte sein Versuch, die Jahresbestzeit zu verbessern. Beim internationalen Meeting in Antwerpen ging fast alles schief. Der Zeitplan kam in Verzug, die Zwischenzeiten wurden nicht angezeigt und der Wind wehte mit 4 m/s. Dennis beendete das Rennen als Vierter mit einer Zeit von 1:48,84 min.



Dennis Krüger steht der Presse Rede und Antwort

Am 01. September fand auf dem Sportplatz Allee der Kosmonauten 131 ein Pressegespräch des 1. VfL FORTUNA Marzahn statt. Dennis Krüger stand hier gemeinsam mit seiner Teamgefährtin Mayada Al Sayad, die gerade von der Leichtathletik WM in Peking zurückgekehrt war, Rede und Antwort.
Hier Auszüge aus dem Interview mit Jirka Grahl für Neues Deutschland online, veröffentlicht am 05.09.2015:

dennis krüger interview 1.9.15

Was ist denn das Schöne am 800-Meter-Lauf? Ich fand ihn in der Schule immer ziemlich qualvoll.
Das ist eben der besondere Reiz: Egal, wie lange man die 800 Meter schon trainiert, die letzten 100 Meter sind immer schmerzhaft. Man muss zu sich selbst ein Arsch sein können, salopp gesagt. Das Gefühl haben: Oh Mann, ich kann nicht mehr, aber dann doch noch was rausholen! Und das Taktische ist natürlich toll, das Geplänkel, das Hin- und Herstoßen im Feld. Es gibt dabei gern mal einen Ellbogen in die Seite, aber das muss man abkönnen. Das ist eben die sogenannte internationale Wettkampfhärte.

Gibts den Ellbogen in die Seite nur bei großen Meisterschaften oder auch bei kleinen Meetings?
Es hängt davon ab, wo man startet. In Spanien wird gern mal der Ellbogen ausgefahren, während man in Belgien zurückhaltender ist. Dort sind die Meetings in einer Art Ligasystem organisiert, da kommt es den Läufern eher auf schnelle Zeiten an. Da geht es so »halbwegs harmonisch« zu. Aber beides hat seinen Reiz. Es gibt manchmal so Rennen da steht man am Start und merkt, heute wollen sie sich »prügeln«.

Man weiß es schon vor dem Start?
Ach, bei uns kriegt man einfach öfter was ab. Das Verrückte ist ja: Von außen ist es nicht zu sehen. Es gibt einen Spanier und einen Serben, die können das perfekt.

Im WM-Endlauf 2015 waren drei Kenianer dabei, ihr Bester, David Lekuta Rudisha, hat Gold gewonnen, vor dem Polen Adam Kszczot und dem Bosnier Amel Tuka. Wie fanden Sie den Endlauf?
Nun, die Polen sind schon seit Jahren stark, sie laufen immer ähnlich: Erst zurückhalten und dann auf den letzten 200 Metern nach vorne - die Polentaktik, die man mittlerweile kennt. Bei dem Bosnier bin ich, mit Verlaub vorsichtig: Vor zwei Jahren bin ich noch gegen ihn gelaufen und auf einmal macht der einen Sprung von drei, vier Sekunden in einem halben Jahr. Das ist sehr komisch.

dennis krüger interview 1.9.15

Weltmeister Rudisha ist 2012 in 1:40,91 min Weltrekord gelaufen. Das ist eine andere Welt, oder?

Das sind Welten, die uns trennen. Vor Jahren hat es mal eine wissenschaftliche Untersuchung gegeben, bei der die absolute körperliche Leistungsgrenze von Sportlern bestimmt werden sollte. Bei 800 Metern liegt sie demnach bei etwa 1:43 Minuten. Und wenn dann jemand wie Rudsiha mehrmals in einem Jahr 1:40er, oder 1:41er Zeiten läuft, ist das schon verrückt. Aber nun gut, eines hat die aktuelle Dopingdebatte in der Leichtathletik scheinbar bewirkt: Im 800-Meter-Lauf sind wir bei 2015 beim WM-Endlauf wieder auf einem normalen Niveau. Mit 1:45,84 min hat Rudisha in Peking gewonnen.

Ihr Werferkollege Robert Harting hat dem Weltverband in einem Video vorgeworfen, den Sport durch inkonsequenten Umgang mit dem Doping zu zerstören? Ihr 800-Meter-Konkurrent Robin Schembera sagt in dem Video, er wolle gegen Menschen laufen, »nicht gegen Monster«. Wie finden Sie das?
Die Aktion finde ich sehr gut, die Umschreibung Monster ist leider zu pauschal und sollte nicht als Generalverdacht genutzt werden. Robert Harting polarisiert gerne, aber er hält damit das Thema aktuell. Er hat ungewöhnliche Ideen wie eine Kennzeichnung an der Startnummer für ertappte Doper, was ein erster Ansatz ist, um dem Zuschauer transparenter gegenüberzutreten.


dennis krüger interview 1.9.15

In der Freiluftsaison 2015 wurde so oft über Dennis Krüger in den Medien berichtet, es ist schon schwer, hier den Überblick zu behalten und alle Beiträge zu kennen!


Stettin / 09. August 2015 / 61. Kusocinski – Memorial / 5.Platz 1:46,65 min : Saisonbestleistung

Jetzt geht es wieder los, die lange Warterei ist zu Ende. Ich sitze im Auto meines Coaches, vorne seine Frau Mandy, neben mir mein Bruder Tom. Kaum zu glauben, die Deutschen Meisterschaften sind schon wieder zwei Wochen her, jetzt geht es nach Stettin zum Meeting. Mein Coach hat mir gesagt, die polnischen Läufer können mitentscheiden, wer zum Meeting eingeladen wird. Dass sie mich auserwählt haben finde ich gut, aber wir sind ja auch Nachbarn und Freunde … Als wir in der Stadt ankommen funktioniert unser Navi nicht mehr, aber unsere Intuition und ein freundlicher Taxifahrer bringen uns ans Ziel.

Dort erwartet uns ein schönes kleines Stadion, welches voll besetzt ist - mit guter Stimmung. Nach 20 Minuten Atmosphäre genießen mache ich mit meinem Bruder einen Auftakt mit ein wenig Bewegung, schön dass mein Bruder mit dabei ist.


Auf der Wiese ein kleines Nickerchen und für einen Augenblick vergesse ich fast, wo ich bin. Wäre da nicht der frenetische Jubel der Polen im Stadion, wenn die eigenen Athleten antreten. Es bleibt noch Zeit, anderen Wettkämpfen zuzuschauen.
Eine Stunde vorm Wettkampf meinen Bruder schnappen und warm machen.
Alles läuft sehr gut und die bei mir kommt Freude auf - endlich mal wieder ein flottes Rennen. Keine Meisterschaftsläufe mehr, kein alles oder nichts. Laut Startliste liege ich von den Jahresbestzeiten her auf Platz 11. Ich glaube, wenn ich Elfter werde, muss ich nach Hause laufen, dann nimmt mich mein Coach nicht mit zurück. Im Callroom dann wieder viele bekannte Gesichter von der EM in Zürich und der Junioren EM in Tallin. Mal sehen was geht, einfach rollen lassen…
Endlich fällt der Startschuss. Vorne gleich die starken Polen, ich hänge mich ran. Nach 400 m höre ich die Zwischenzeit, es sieht gut aus. Jetzt mitlaufen. Dann schließen Läufer auf, es bildet sich eine Traube, ich komme nicht raus. Auf der Zielgeraden endlich Platz und jetzt merke ich, dass mein Spurt wieder stark ist. Ganz vorne rein schaffe ich es nicht mehr, aber 5.Platz und eine 1:46er Zeit, das passt. Da ist vielleicht noch mehr drin. Mit den Polen kann ich z.Z. nicht mithalten, die bereiten sich ja auch auf die WM vor. Aber wenigstens habe ich Zam hinter mir gelassen, der hatte mir ja in Tallin Bronze weggeschnappt.
Schnell noch auslaufen, rein ins Auto und zurück nach Hause. Mein Coach ist zufrieden, da bin ich es denn auch. An der Raststätte noch eine Goulaschsuppe. Wie geht es weiter mit den Meetings? Hoffentlich klappt es mit dem ISTAF. Dann taucht am Abendhimmel der Stadtrand Berlins auf – war doch ein gelungener Ausflug, ich freue mich schon aufs nächste Rennen!

Dennis


(Zum Vergrößern aufs Bild klicken)

Das Ergebnis

msc

tor

nr st.

nazwisko i
imię

data ur.
kraj-klub
wynik
inf rank
1
4
  KSZCZOT Adam 89-09-02
RKS Łódź
1:44.67
  1
2 5   LEWANDOW-
SKI Marcin
87-06-13
CWZS Zawisza Bydgoszcz SL 1:44.97
  2
3 6   KUCIAPSKI Artur 93-12-26
AZS-AWF Warszawa
1:46.14
  3
4 7   REPCIK Jozef 86-08-03
SLOVAKIA
1:46.30
  4
5 8   KRUGER Dennis 93-04-24
GERMANY
1:46.65
SB 5
6 8   RUDOLF Zan 93-05-09
SLOVAKIA
1:46.77
  6
7 3   KITILIT Jonathan 94-04-24
KENYA
1:46.78
  7
8 6   ROTH Thomas 91-02-11
NORWAY
1:47.03
SB 8
9 1   KONIECZNY Karol 93-05-05
CWZS Zawisza Bydgoszcz SL
1:47.03
PB 9
10 2   REINA Antonio 81-06-13
SPAIN
1:47.55
  10
  1 1 KRAWCZYK Szymon 88-12-29
WKS Śląsk Wrocław
DNF
   
  2 207 MARCO Luis
Alberto
86-08-20 SPAIN DNF    

 



Mission Titelverteidigung bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften erfolgreich erfüllt


Die Vorbereitung
Die Vorbereitungen für die Abreise zu den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften nach Nürnberg begannen am Donnerstag, den 23.Juli. Dennis Krüger traf für sich eine Entscheidung, die für den weiteren Verlauf nicht unwichtig war. Statt eine Mitfahrangelegenheit mit dem PKW zu nutzen, bemühte er sich um einen Flug nach Nürnberg. Als er keinen bekommen konnte, reiste er am Freitag mit der Bahn an – und war nach etwa 4 Stunden im Novina Hotel in Herzogenaurach. Der PKW blieb dagegen in zwei Staus stecken und benötigte mehr als 6 Stunden – bei Temperaturen über 30° C schon anstrengend. Das Novina Hotel – das als Mannschaftshotel für den 1.FC Nürnberg dient, ist auf Gäste des Sports spezialisiert und liegt abgelegen, so konnte Dennis mit Klimaanlage zwei ruhige Nächte verbringen.
Unmittelbar in der Nachbarschaft befinden sich die Verwaltung und Anlagen seines Ausrüsters Adidas. Dennis konnte die Sportanlage von Adidas in der Nähe des Hotels zum Training nutzen. Abends in der Hotelgaststätte gab es dann noch eine Brühe und Nudeln als letzte Mahlzeit. Inzwischen trafen auch Mayada Al Sayad und ihr Trainer Tobias Singer ein, die ebenfalls noch ein Abschlusstraining absolviert hatten. Es gab eine herzliche Begrüßung der FORTUNEN, dann zog sich Dennis in sein Zimmer zurück.

Der Vorlauf
Sonnabend um 10 Uhr gemeinsames Frühstück mit seinen Teamkollegen, dann holte ihn sein Trainer Hansi Stephan, der ebenfalls in Herzogenaurach übernachtete, vom Hotel ab und nach 30 Minuten Fahrt erreichten beide das Grundig – Stadion. Auf dem Einlaufplatz wurde klar – alle Favoriten sind da und werden starten. Zum ersten Mal trafen die dreifachen Deutschen Meister über 800 m Sören Ludolph (LG Braunschweig), Robin Schembera (TSV Bayer Leverkusen) sowie der Titelträger des Vorjahres Dennis Krüger in einem wichtigen Wettkampf aufeinander – für die Zuschauer ein Glücksfall.
Dennis hatte bereits am Vorabend erklärt, dass es nicht entscheidend ist, wer mitläuft. Er war überzeugt, mit einem taktisch klugen Rennen über das läuferische Vermögen zu verfügen, die Meisterschaft zu gewinnen. „Ich habe jetzt so lang ohne Probleme auf hohem Niveau trainiert – alle Werte gegenüber dem Vorjahr sind besser. Irgendwann kommt hoffentlich das Rennen, wo ich mein Potenzial ausschöpfen kann“, so Dennis noch am Vorabend.
Im ersten der drei Vorläufe setzte sich Robin Schembera sehr gut in Szene – mit 1:49,65 min siegte er deutlich und setzte die anderen Läufer unter Zugzwang. Im zweiten Vorlauf traf Dennis auf Sören Ludolph und Patrick Zwicker (LC Rehlingen). Patrick Zwicker war mit großen Erwartungen in die Saison gestartet. Aber eine Verletzung Ende der Hallensaison und ein Rückschlag beim „Heimspiel“ in Rehlingen im Mai, wo er die 800 m nicht beenden konnte, hatten ihn zurückgeworfen. Nach dem Startschuss gab es keinen Läufer, der bereit war, ein hohes Tempo anzuschlagen. Auf der Zielgeraden lösten sich Sören Ludolp und Dennis ohne Probleme vom Feld und erfüllten mit 1:49,74 min bzw. 1:49,85 min die Pflichtaufgabe. Patrick Zwicker konnte da nicht folgen und schied als Mitfavorit aus. Der 3. Vorlauf war langsamer und den Fachleuten war spätestens hier klar – es wird keinen neuen Deutschen Meister geben, sondern den Dreikampf der Deutschen Meister der Vorjahre.
Den Abend verbrachte Dennis mit Trainer und Freunden bei seinem Berater Sascha Kreutzer in Herzogenaurach. Die Stimmung war gut, denn im 5000 m Lauf hatte auch Mayada Al Sayad mit ihrem 10.Platz alle Hoffnungen der FORTUNEN erfüllt. Gegen 21 Uhr brachte ihn sein Trainer ins Hotel zurück, für Dennis begann nun die mentale Vorbereitung auf das Finale. Die wurde durch ein kleines Feuerwerk einer Hochzeitgesellschaft unterbrochen. Ein gutes Zeichen. Auch in Ulm (DM 2014) und Wetzlar (Junioren DM 2015) gab es im Hotel Hochzeiten. Dennis machte noch schnell ein Foto des Feuerwerks und telefonierte mit seiner Freundin Elena. Die wollte rechtzeitig zum Finale mit dem Fernbus in Nürnberg eintreffen.

Das Finale
Beim Frühstück wurde er von seinen Teamkollegen nicht gesehen. Ausschlafen und locker bleiben, das war sein Ziel und kurz vor dem Abräumen schaffte er es noch an das Frühstücksbuffet. Auf der Fahrt zum Stadion gab es letzte Abstimmungen mit seinem Trainer Hansi Stephan. Im Stadion angekommen wurden mit ihm und Berater Sascha Kreutzer die taktischen Varianten besprochen. Plan A ging davon aus, dass Robin Schembera der stärkere Konkurrent war. Beim Anhalt – Meeting 2015 in Dessau kam er auch vor Dennis in das Ziel. Beim Einlaufen dann noch ein Telefonat – wird Elena ins Stadion kommen? Klar, sein Team kümmerte sich. Trotz des Druckes, der auf Dennis lastete, ließ er sich den Spaß nicht nehmen und fuhr das kleine Stück vom Einlaufplatz zum Stadion mit einem schnell ausgeliehenen Fahrrad. Auch wenn sie Konkurrenten sind – die 800 m Läufer fühlen sich als Gemeinschaft und der Spaß von Dennis trug ein wenig dazu bei, die Hochspannung abzubauen.
Als die 800 m – Läufer zum Finale das Stadion betraten, waren die 22.000 Zuschauer in bester Stimmung. Zeitgleich liefen Diskuswerfen und Stabhochsprung der Männer und der Dreisprung der Frauen. Ständig brandete der Beifall hoch – eine unglaubliche Geräuschkulisse. Und die Frauen hatten kurz vorher im 800 m – Finale vorgelegt – zwei Läuferinnen unter 2 Minuten, das gab es lange nicht mehr.
Nach dem Startschuss legte Dennis auf Bahn 4 gleich los – aber was war das, ein zweiter Schuss fiel. Verunsichert schauten sich die Finalisten an. Im 800 m – Lauf wegen eines Fehlstarts auszuscheiden war schier undenkbar. Doch zum Glück hob der Kampfrichter die grüne Fahne und alles ging von vorn los.


Dennis (Nr.4) kennt ab 300 m nur noch den Vorwärtsgang

Dennis setzte sich nach 100 m mit an die Spitze, bis 300 m gab es Gerangel und Positionsveränderungen. Andreas Lange (LG Braunschweig) führte das Feld nach 400 m und 54,11 sek an und der Blick auf die Uhr zeigte, dass das Rennen für eine sehr gute Zeit zu langsam war. Inzwischen hatte sich Dennis schon auf Platz zwei vorgearbeitet, in seinem Windschatten von Robin Schembera belauert. Auf der Gegengeraden übernahm Dennis dann die Führung und steigerte das Tempo. Auf der Zielgeraden kam der Angriff von Robin Schembera. Live im Stadion war da nicht zu erkennen, wer vorn lag, beide Läufer spurteten auf gleicher Höhe dem Ziel zu. Später sah man auf dem Video, dass Robin Schembera bis kurz vor dem Ziel wohl leicht im Vorteil war. Aber dann kam der Konter von Dennis. Das Zielfoto bewies – 3/100 Sekunden sind ein ausreichender Vorsprung, um den Sieger zu ermitteln. Das war kurz nach Zieleinlauf noch nicht klar. Dennis glaubte zu wissen, dass er vorn lag. Als dann kurze Zeit später auf der elektronischen Anzeigetafel sein Name zuerst erschien, wollte der Jubel bei den FORTUNEN im Stadion kein Ende nehmen. Während Dennis sich freute und Gratulationen entgegennahm, war Robin Schembera am Boden zerstört. Dennis fand wenige Minuten nach dem Lauf beim Interview mit dem Stadionsprecher die angemessenen Worte für seinen Rivalen.


Dennis spendet seine größten Rivalen Robin Schembera bei der Siegerehrung Beifall

Noch vor 14 Tagen hatte bei den Junioren EM auch fühlen müssen, wie schmerzvoll Niederlagen sein können. Die Bronzemedaille gewann ungefährdet Sören Ludolph. Er freute sich darüber und war guter Dinge. Es geht bei dem Olympiateilnehmer von 2012 wieder vorwärts. Die Zeiten der ersten drei (1:48,93 / 1:48,96 / 1:49,15 min) lagen für ein Spurtrennen im normalen Bereich.
Der erste Gang nach dem Wettkampf ging auf die Haupttribüne, wo ihn Elena schon strahlend erwartete. Sie kam noch rechtzeitig zum Finale und verfolgte begeistert den Lauf ihres Freundes.


Eine Goldmedaille hatte Dennis schon, einen Nürnberger Lebkuchen noch nicht

Schon nach der Siegerehrung gab es die erste Auswertung mit Trainer und Berater. Alles richtig gemacht – super umgesetzt! Jetzt ist die Niederlage bei den Junioren EM vergessen. Wie geht es weiter? Trainer Hansi – Stephan glaubt nicht mehr an eine WM – Teilnahme, die Norm ist ja nicht erfüllt. Also Angriff auf die persönliche Bestzeit in Stettin am 06.08.? Ja, wenn die Bedingungen stimmen. Noch schnell ein Gruppenbild, und dann ging die Reise nach Berlin gegen 18:00 Uhr zurück. Kurz vor 23 Uhr steigen Dennis und Elena glücklich, aber müde vor ihrer Wohnung in Mitte aus. Dennis hatte gerade sein zweites Meisterstück vollbracht, Elena fast den ganzen Tag in Bus und PKW verbracht. Gelohnt hat sich die Fahrt nach Nürnberg für beide – Mission Titelverteidigung beendet.


Interview mit Dennis Krüger am 15.Juli 2015
Rückblick auf die U 23 EM vom 10. - 12. Juli in Tallin

Dennis, Du bist jetzt seit zwei Tagen wieder zurück in Berlin. Ehe wir zum sportlichen Teil kommen, wie hast Du die Junioreneuropameisterschaften in Tallin erlebt?

Es war wie schon vor zwei Jahren perfekt. Die Veranstalter in Estland haben sich unglaublich engagiert und es gab keine Probleme. Das ist schon wichtig, da konnte ich mich ausnahmslos auf den Wettkampf konzentrieren. Nur mit dem schönen Wetter, das hatte die leider nicht im Griff. Aber alle hatten ja dasselbe Wetter.

Mit dem Abstand von vier Tagen – wie groß ist die Enttäuschung über den undankbaren vierten Platz?

Natürlich war sie groß. Diese Meisterschaft war mein internationaler Saisonhöhepunkt. Ich hatte vorher eindeutig meine Ziele erklärt – ich wollte eine Medaille. Und nach Vorlauf und Halbfinale konnte ich mir da nicht nur berechtigte Hoffnungen machen, nach etwa 700 m bin im Finale ja auch um den Titel gespurtet. Dann  nur Vierter zu werden, das war für mich sehr hart.

Es gab aber auch eine andere Sicht. Auf der Seite des BLV wurde vor der Meisterschaft erklärt, Dein Ziel sei der Endlauf. Und vor den Meisterschaften hattest Du in der europäischen Juniorenbestenliste keinen Top 10 - Platz. Und wenn ich sehe, dass viele gute Läufer nicht einmal den Endlauf erreicht hatten und Du dreimal Mark English (den Dritten der EM 2014 über 800 m in Zürich) geschlagen hattest, kann der vierte Platz als Erfolg gelten!

Also meine Zielstellung habe ich schon lange vor den Meisterschaften in der Öffentlichkeit erklärt. Ich kann doch mit einer 1:45 er Bestzeit nach erfolgreicher Vorbereitung nicht mehr sagen, die Teilnahme am Endlauf reicht mir! Klar, wenn man vorher ausscheidet oder nur Achter wird wie Mark English, das ist dann schon ein Desaster. Was bei ihm los war weiß ich nicht. Wenn ich international weiter nach vorne kommen will, dann muss ich mich auch an der Spitze orientieren! Das ist mein Anspruch.

Das ist eine klare Ansage. Im nächsten Jahr gibt es dann wieder eine EM bei den Erwachsenen – da besteht ja dann die Möglichkeit zur Revanche!

Und die werde ich auch annehmen. In der europäischen Spitze sind die jungen Läufer sehr gut etabliert. Und geschlagen habe ich die meisten schon irgendwann. Ich werde auch im nächsten Jahr die entsprechenden Ziele verfolgen, welche, dass zeigt sich dann nach Ende der Saison. Aber viel wichtiger ist für mich die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016. Die sind nur alle vier Jahre, ich kann nicht darauf hoffen,  es 2020 zu schaffen.

Kommen wir auf die nächsten Ziele zurück. In etwa 10 Tagen sind die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. Schau ich auf die deutsche Jahresbestenliste im 800 m Lauf, dann bist Du an vierter Stelle. Wie schätzt Du Deine Chancen auf eine Titelverteidigung ein?

Einige 800 m Läufer haben bei ihren Starts die guten Bedingungen genutzt und sich verbessert. Das ist sehr gut, damit auch Konkurrenz da ist. Ich habe mich in diesem Jahr bisher nur auf Meisterschaften konzentriert. Es ist dann meine dritte Meisterschaft. Ich hatte nur einmal eine theoretische Chance auf eine gute Zeit, nämlich bei dem Meeting in Huelva. Da hatten aber die äußeren Bedingungen nicht gestimmt. Kurz vor den U 23 EM wollte ich am 3.7. bei dem Mittsommernachtssportfest des SCC starten. Leider bekam ich eine kleine Sommergrippe und konnte nicht antreten, aber der Start hätte auch nichts gebracht, die Rahmenbedingungen für ein 1:45 er Zeit waren nicht gegeben. Ich denke, meine Chancen sind gut.

Wie wirst Du die Läufe bestreiten? Du bist jetzt bei vielen Meisterschaften immer von vorn gelaufen, läufst Du so auch bei den Meisterschaften in Nürnberg?

Also eine mögliche Taktik werde ich vorher nicht öffentlich bekanntgeben. Die Teilnehmerliste ist veröffentlicht, ich warte den Vorlauf ab und werde sehen, wer tatsächlich teilnimmt. Und dann berate ich mich mit meinen Coach Herrn Stephan. Alles andere ist jetzt Spekulation. In den vergangenen Jahren gab es im Vorfeld immer wieder kurzfristige Absagen von Favoriten, da lasse ich mich nicht beeindrucken.

Ob mit oder ohne Titel, wie geht es dann weiter bei Dir nach der DM. Rechnest Du Dir noch Chancen auf eine Teilnahme an der WM in Peking aus?

Meine Saison war so geplant, dass ich meine Höchstform, die ich zu den U 23 EM erreichen wollte, bis zum Saisonende halte. Es gibt noch keine festen Termine für die Teilnahme an Meetings. Sollten die äußeren Bedingungen stimmen und ich habe den richtigen Wettkampf, ist eine Normerfüllung denkbar. Aber erst einmal starte ich bei der DM – der nächste Wettkampf ist immer der schwierigste. Klar, ich würde mich freuen, wenn es mir noch gelingt, mich für die WM zu qualifizieren. Wenn nicht, werde ich bis zum ISTAF Wettkämpfe bestreiten, um meine Bestzeit zu verbessern. Vielleicht auch im Berliner Olympiastadion vor heimischer Kulisse, das wäre traumhaft!

Interview wurde von Heinz Nabrowsky geführt


Dennis Krüger (1.VfL FORTUNA Marzahn) verfehlt bei der Junioren – Europameisterschaften in der Leichtathletik in Tallin knapp eine Medaille
Pressemitteilung des 1.VfL FORTUNA Marzahn vom 12.7.2015

Dennis Krüger hat sich bei seinem Saisonhöhepunkt hervorragend präsentiert. Nachdem er am 10.7. bzw. 11.7. souverän seinen Vorlauf und das 2.Halbfinale gewonnen hatte, stand er im Finale am 12.7. kurz vor dem großen Wurf.

Nach einer taktischen Meisterleistung lag er eingangs der Zielgeraden mit dem Silbermedaillengewinner der Leichtathletik EM von 2014 Artur Kuciapski (Polen) vorn. Der hatte aber das stärkere Finish und am Ende musste Dennis Krüger auch noch den Spanier Saul Ordoniez und den Slowenen Zan Rudolf passieren lassen.

Dennis Krüger belegte den undankbaren vierten Platz – zur Bronzemedaille fehlten 15/100 Sekunden. Seine Zeit von 1:48,62 min spielte hier keine Rolle, da alle Läufe bei dieser Meisterschaft von der Taktik geprägt waren. Nach dem Lauf zeigte sich Dennis Krüger mit der Platzierung unzufrieden, was mehr als verständlich war.

Trotzdem – der vierte Platz ist für den Achten der U 20 WM von 2012 über 800 m die bisher beste internationale Platzierung. Jetzt bereitet sich Dennis Krüger auf die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Nürnberg am 25./26.7. vor. Dort will er seinen Titel über 800 m verteidigen. Sein Trainer Hans – Jürgen Stephan ist sehr zufrieden mit dem Abschneiden seines Athleten. Nach dem Lauf erklärte er, dass Dennis Krüger seine Erwartungen voll erfüllt hat.



U23 DM Wetzlar: Juniorentitel von 2014 über 800 souverän verteidigt

Dennis Krüger hat nicht nur gute Erinnerungen an die U23 DM. In einer schlechten Phase 2013 qualifizierte er sich für den Endlauf – dann konnte er wegen eines Infekts nicht zum Endlauf antreten.

Es war keine leichte Aufgabe für Dennis Krüger, seinen Juniorentitel über 800 m bei den U23 – Leichtathletik – DM am 14.06.2015 in Wetzlar zu verteidigen. Nach dem Start in Huelva am 10.06.2015 war ihm schon die Enttäuschung anzumerken, denn mit der neuen Jahresbestzeit wurde es nichts.

In diesem Jahr ist er bei den Titelkämpfen der Gejagde. Am Start war z.B. Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe / Jahrgang 1995), in diesem Jahr mit 1:47,81 min auf Augenhöhe mit Dennis. Er gehört zu einer Reihe talentierter Nachwuchsläufer, die Dennis und & Druck machen wollen. Und am Start war auch Dauerkonkurrent Patrick Zwicker (LC Rehlingen), der nach einer Verletzung wieder an den Start ging, aber in dieser Saison noch keine nennenswerten Resultate vorweisen konnte.

Nach dem Start übernahm Kevin Stadtler (LG Ohra Energie) die Führung. Nach 500 m blies Dennis zum Angriff, er wollte sich nicht auf einen kurzen Spurt einlassen. Aber Christoph Kessler und Patrick Zwicker blieben dran, zumindest bis 700 m. Dann zündete Dennis seinen Turbo und war wie in besten Zeiten im Ziel der souveräne Sieger! Er lief mit 1:49,32 min eine Zeit, die für Meisterschaftsrennen typisch ist. Hier geht es eben um den Sieg und nicht um die Zeit. Christoph Kessler (1:50,11 min) und Patrick Zwicker (1:50,33 min) lagen deutlicher zurück, als die Zeit es aussagt. Für Patrick Zwicker war es nach mehreren Verletzungspausen aber auch ein hoffnungsvoller Beginn in eine Saison, die noch lange nicht zu Ende ist.

Nach dem Meistertitel warten Dennis und sein Trainer Hansi Stephan auf eine Nachricht vom DLV, ob es bei der Rolle als Ersatzmann für die Teameuropameisterschaften bleibt. Oder wird er nachrücken? Robin Schembera (TSV Bayer Leverkusen) ist die erste Wahl, plagte sich aber jüngst mit einer Verletzung herum. Dennis wünscht ihm alles Gute. Aber diesem Erfolg im Rücken ist Dennis auf jeden Fall ein sehr guter Ersatz!


Start in Huelva am 10.juni 2015 – vom Winde verweht

Dennis Krüger hatte diese andalusische Stadt in bester Erinnerung – hier erfüllte er am 12.Juni 2013 die Norm für die Junioren EM und lief mit 1:47,52 sek auf Platz sechs im A – Lauf.

So trat am 09.06.2015 die Reise nach Andalusien mit der Hoffnung im Gepäck an, sich bei dem XI Iboamerikanischen Leichtathletik – Meeting der WM – Norm zu nähern. Daraus wurde (noch) nichts. Herrschte am Ankunftstag bestes Wetter, so blies beim Meeting ein böiger Wind mit Windstärken bis zu 5 m/s. Und so wurden beim Gipfeltreffen von mehr als 10 Läufern mit Bestzeiten um die 1:45 – 1:46 min keine guten Zeiten erzielt. Für fast alle Läufer war das sicher eine Enttäuschung, die Erstplatzierten mal ausgenommen.

Dennis traf im A – Lauf auf ein buntes Feld aus verschiedenen Kontinenten und natürlich auf Spaniens 800 – Elite.

Der Pacemaker erfüllte seine Aufgabe und führte das Feld bei 51,67 sek über die 400m – Marke, nach 500 m stieg er aus. Zu diesem Zeitpunkt lag Dennis auf Platz 5. In der Zielkurve verlor er an Boden und musste noch zwei Läufer passieren lassen, um sich am Ende der Spitze wieder zu nähern. Es siegte Khaled Benmadi (Algerien) mit einer Zeit von 1:47,11 min. Dennis erreichte eine Zeit von 1:48,64 min und war damit natürlich nicht zufrieden.

Er ist in guter Form und hat keine gesundheitlichen Probleme. Jetzt hakt er das Rennen schnell ab und befindet sich schon wieder in Deutschland. Sein Weg führt ihn von Spanien nach Wetzlar, da finden die Deutschen Juniorenmeisterschaften statt und Dennis tritt als Titelverteidiger an. Ein Spaziergang wird es nicht, denn weitere Nachwuchsläufer befinden sich in seinem derzeitigen Leistungsbereich.


Anhalt–Meeting in Dessau: Dennis Krüger hakt erst Pflicht-aufgabe ab

Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt – Dennis Krüger hat am 29.Mai in Dessau die Norm für die U 23 EM in Tallin erfüllt. Alles andere wäre auch eine Überraschung, zählt er doch bei dieser Meisterschaft zu den Medaillenkandidaten. Mit einem starken Spurt sicherte er sich Platz 2 mit einer Zeit von 1:47,66 min, nur 1/100 sek vor dem Polen Artur Kuciapski. Und der holte sich im vergangenen Jahr in Zürich bei den Europameisterschaften die Silbermedaille und wird in Tallin bei der Junioren EM einer seiner härtesten Konkurrenten sein! Und im geschlagenen Feld blieb auch der Schwede Johan Rogestedt hinter Dennis, so wie Artur Kuciapski ein Medaillenkandidat für die Junioren EM 2015 in Tallin. Der Schwede gewann schon eine Bronzemedaille bei einer U 20 EM und seine Bestzeit liegt im Bereich von der von Dennis. Auch der Vierte von Dessau Cleiton Cesario Abrao (Brasilien) war im vergangenen Jahr 1:45,59 min schnell. Vielleicht gibt es ein Wiedersehen in Rio!

Zu Beginn des Rennens blieb Dennis wie mit seinem Trainer abgesprochen immer auf Tuchfühlung zur Spitze und immer in der Nähe von Robin Schembera. Auf der Zielgraden wehte den Läufern ein böiger Wind entgegen, da lief das Feld wie auf einer Perlenkette aufgereiht. Rund 150 m vor dem Ziel kam es dann zum Spurt. Dennis orientierte sich an den in Führung gehenden Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) und griff die Spitze in einem langen Spurt auf der Zielgerade an. Er kam kurz vor dem Ziel immer näher an Robin Schembera (Siegerzeit 1:47,26 ) heran – aber es reichte nicht mehr ganz. Robin Schembera, der auch schon Deutscher Meister im 800 m Lauf war, bewies nach seiner diesjährigen Bestzeit aus Hengolo (Niederlande; 1:45,48 min), dass man wieder mit ihm zu rechnen kann. Aber die Saison ist sehr lang, und bei den Deutschen Meisterschaften in etwa sechs Wochen wird Dennis da wieder ein wichtiges Wort mitreden wollen. Gegenwärtig nehmen sie Platz 1 und 2 der deutschen Jahresbestenliste ein.



Saisoneinstand über 800 m in Rehlingen

Dennis Krüger hat die Freiluftsaison mit einem guten 800 m – Lauf beim 51. Internationalen Leichtathletikmeeting in Rehlingen am 25.05.2015 fortgesetzt. Gegen starke internationale und nationale Konkurrenz konnte er sich bei günstigen äußeren Bedingungen gut in Szene setzten.

Nach einer langsamen ersten Runde (die Spitze lief her etwa bei 52,5 sek durch, Dennis bei knapp unter 54 sek) befand sich Dennis noch in einer hinteren Position. Etwa 200 m vor dem Ziel zog er seinen Spurt an und verfehlte knapp den 3.Platz. Den Lauf gewann Melly Edwin Kiplagat (Kenia). Hinter Dennis lief Andreas Lange (LG Braunschweig) mit deutlichem Rückstand in das Ziel (1:50,42 min). Patrick Zwicker (LC Rehlingen) musste das Rennen bei seinem Heimspiel aufgeben, hätte Dennis aber nicht gefährden können.

Beide deutschen Läufer sind potenzielle Konkurrenten für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften. Dennis bedauerte das Ausscheiden von Patrick Zwicker, der sich bereits in der Hallensaison verletzt hatte, und wünscht ihm, dass er schnell wieder in die Wettkämpfe eingreifen kann.
Seine Zeit betrug 1:48,00 min. Die angepeilte Norm für die U 23 EM in Tallin (1:47,70 min) verfehlte er knapp. Diese Norm sollte für ihn aber nur eine Formsache sein.

Im Gegensatz zum Start beim Berliner Läufermeeting am 14.Mai war dieses Mal eine andere Taktik angesagt. Die Teilnahme der afrikanischen Läufer ließ ein hohes Anfangstempo erwarten, da war Zurückhaltung angesagt. Da es die Kenianer aber auch etwas ruhiger angingen, war das Tempo für eine sehr gute Zeit zu langsam. Deshalb konnte Dennis trotz überzeugendem 200 m Spurt keine bessere Zeit erreichen.

Jetzt folgt der Start beim Anhalt – Meeting in Dessau (31.5.) über 800 m.



Saisonstart am 14. Mai 2015 beim 8. Berliner Läufer-meeting BLM

Folgt man den zahlreichen Beiträgen in der Presse (z.B. FOCUS, Die Welt) und denen auf den diversen Internetseiten, dann war der erste Auftritt von Dennis Krüger am 14. Mai auf dem Marzahner Sportplatz Allee der Kosmonauten 131 der Höhepunkt der Veranstaltung seines Vereins 1. VfL FORTUNA Marzahn.

Im 600 m Lauf der Männer traf er hier auf den dreifachen Deutschen Meister im 800 m Lauf Sören Ludolph (LG Braunschweig). Dennis Krüger wollte nach der langen Wettkampfpause, seit dem ISTAF 2014 hatte er nur einen 400 m Lauf in der Halle bestritten, eine erste Standortbestimmung.

Sein Teamgefährte Benjamin Einert übernahm die Spitze und sorgte für ein schnelles Anfangstempo bis 300 m. Wie bei seinem Titelgewinn 2014 übernahm Dennis Krüger dann die Initiative und gestaltete das Rennen von vorn. Seine Taktik ging fast bis zum Ziel auf. Sören Ludolph hatte am Ende dann aber keine Mühe, sich im Spurt knapp durchzusetzen. Sein Vorsprung betrug im Ziel 21/100 Sekunden und seine Zeit von 1:17,75 sek bedeutete auch Meetingrekord beim BLM.

Für Dennis Krüger bedeutete die Zeit von 1:17,96 min persönliche Bestzeit und er war gegenüber dem Vorjahr um 83/100 schneller.

Sein Konkurrent Sören Ludolph zeigte sich danach mit seiner Leistung sehr zufrieden. Gegenwärtig kehrt er zurück zu seinen Wurzeln und nimmt an vielen kleineren Sportfesten teil. Der Teilnehmer der Olympischen Spiele von 2012 in London erwartet, dass er in der laufenden Saison wieder an seine Bestleistung von 1:44,80 min heranlaufen kann.

Dennis Krüger startete dann über eine Stunde später noch einmal im 300 m Lauf. Da war er mit 35,89 sek im 2. Lauf ganz vorn.


Dennis mit Marvin Heinrich (Neuköllner Sportfreunde), einem der hoffnungsvollen Nachwuchsläufer über 800m

Es war Dennis Krüger anzusehen – zufrieden war er nicht. Er stellt an sich selbst hohe Ansprüche und hätte gern eine bessere Zeit erzielt. Sein Trainer Hans – Jürgen Stephan wies auf die hohe Trainingsbelastung seines Schützlings hin und sieht der Saison gelassen entgegen. Dennis Krüger hat ohne nennenswerten Probleme den Winter über sehr gut trainiert – das wird sich in der Saison auszahlen.



Interview mit Dennis Krüger und Hans-Jürgen Stephan am 10.04.2015

Es ist jetzt Anfang April – da ist der Grundstein für die Saison 2015 gelegt – oder?
Dennis: Ja, es geht mir sehr gut und ich bin jetzt nach dem Trainingslager in Flagstaff (10.März – 01.April) in einer sehr guten Verfassung. Ich habe 3 kg abgenommen, das spricht für sich.

Wie war es in Flagstaff?
Dennis : Mein Ziel war, durch das Training in der Höhe wichtige Impulse zu erhalten. Ich konnte da alle Vorgaben des Trainingsplanes umsetzen und hatte keine gesundheitlichen Probleme – zusätzliche physiotherapeutische Behandlungen waren nicht erforderlich. Die bisherigen Präventionsmaßnahmen haben sich ausgewirkt und die lange Reise hat sich für mich also gelohnt.

Flagstaff
Flagstaff - links Bundestrainer Henning von Papen 2. von rechts Dennis Krüger

Hattest Du allein trainiert?
Dennis: Weitestgehend. Einige Trainingseinheiten habe ich mit Sören Ludolf absolviert.
Hans – Jürgen Stephan : Jetzt muss Dennis erst einmal das Höhentrainingslager verarbeiten. Wir haben das Trainingspensum entsprechend darauf eingestellt, so in etwa 10 Tagen kommt ein Tiefpunkt, sehen wir, wie das Höhentraining angeschlagen hat. Am 13.April fahren wir zur Leistungsdiagnostik nach Leipzig, dann wissen wir mehr.

Drei Wochen sind eine lange Zeit im Trainingslager, was für Trainingseinheiten hast Du absolviert?
Dennis: Ja, in den drei Wochen hatte ich die Zeit, ein Trainingsprogramm mit vielen verschieden Einheiten umzusetzen. Da waren Intervallläufe über 200 m dabei, aber auch über 1000 m. Die bin ich dann z.B. 8 Mal gelaufen, in einer Höhe von über 2000 m war das für mich schon eine Herausforderung. Selbstverständlich standen auch Kompensationsläufe auf dem Programm, sonst geht eine solche Belastung nicht gut aus.

Der Bundestrainer Henning von Papen betreute im Trainingslager in Flagstaff die Athleten, war er mit Dir zufrieden?
Dennis:  Ich denke schon, ansonsten hätte er es mir schon gesagt.
Hans - Jürgen Stephan: Es gibt eine enge Abstimmung zwischen Bundes- und Heimtrainer, bisher haben die Trainingspläne sehr gute Ergebnisse gebracht. Mir gegenüber haben die Bundestrainer Dennis immer sehr gelobt, vor allem wegen seiner Disziplin und seines Engagements im Training.

Der letzte richtige Wettkampf für Dennis war das ISTAF in Berlin. Seitdem gab es nur einen Start über 400 m in der Halle, und den aus dem vollen Training. Wie geht es mit den Wettkämpfen jetzt weiter?
Dennis: Ein guter Start in die Saison ist für mich sehr wichtig. Ich fühle mich zwar sehr gut, möchte aber dann auch eine entsprechende Leistung im Wettkampf abrufen. Das fehlt z.Z. eben noch. Der Einstieg kommt beim Berliner Läufermeeting am 14. Mai – hier auf dem Sportplatz Allee der Kosmonauten 131.
Hans – Jürgen Stephan:  Und da hoffen wir, dass der eine oder andere Läufer die Herausforderung annimmt, gegen den amtierenden Deutschen Meister zu starten. Startgelder können wir bei diesem Meeting nicht zahlen, es stellt aber eine hervorragende Möglichkeit dar, zu Beginn der Saison die Form zu testen, und eben nicht in der Spezialdisziplin. Dennis wird hier auf jeden Fall die 600 m laufen. Der nächste Höhepunkt wäre dann fast zwei Wochen später der Start über 800 m beim EAA Meeting Anhalt 2015 in Dessau. Da hatten wir aber schon einmal Pech mit dem Wetter. Deshalb ist ein weiterer Start über 800 m geplant, um die Norm für die U 23 EM in Tallin zu erfüllen. Die geforderte Norm (1:47,70 min) ist auf dem ersten Blick zwar kein Problem, aber sie sollte frühzeitig erfüllt werden, um keinen Druck aufkommen zu lassen.

Wie hat sich Dein Leben außerhalb der Laufbahn entwickelt?
Dennis : Ich habe mein Studium an der FHS für Wirtschaft und Recht unterbrochen und gehöre seit September zur Sportfördergruppe der Deutschen Bundeswehr. Das hat jetzt alles sehr gut funktioniert, ich konnte die Ausbildung in der Bundeswehr sehr gut mit dem Training verbinden. Mein Ausrüster Adidas hat Anfang des Jahres mit mir einen neuen Vertrag abgeschlossen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich habe dem Ausrüster meine sportlichen Ziele erklärt, und es gibt dazu Einvernehmen. Ich muss nicht bei jedem Meeting starten. Höchste Priorität haben die internationalen Meisterschaften.
Demnächst erhalte ich auch meinen Führerschein. Durch zwei Trainingslager hat sich das alles in die Länge gezogen. Das wird auch höchste Zeit, denn vor ein paar Wochen hat man mir mein Fahrrad geklaut, z.Z. fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Glück habe ich da keine weiten Wege.

Nun fehlt noch ein Sponsor für ein Auto!
Dennis: Ja, das wäre sehr schön!

Dann wünsche ich Euch viel Erfolg beim Saisoneinstieg!

Saisonstart
Freuen sich am ersten Frühlingstag auf die neue Saison –
Hans-Jürgen Stephan und Dennis Krüger


Das Interview mit Dennis Krüger und Hans-Jürgen Stephan wurde von Heinz Nabrowsky geführt.